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Neuigkeiten
14.04.2019, 19:57 Uhr
Belgiens Hauptstadt Brüssel, die Hauptstadt Europas
Senioren Union Groß-Zimmern auf großer Fahrt
Auf vielfachen Wunsch der Mitglieder nach einer größeren Reise, plante der Vorstand eine 4- Tagereise nach Brüssel. In einem Europawahljahr ein lohnendes Projekt.
Der erste Anziehungspunkt während der Anreise war Waterloo. Wem ist diese letzte chlacht Napoleons nicht in Erinnerung geblieben aus seiner Schulzeit? Die letzte Schlacht die Napoleon führte und verlor gegen ein vereintes Heer der Briten und der Preußen. Wer jemals sein „Waterloo“ erlebte weiß was das bedeutet. Bezeichnend für den Ausgang der Schlacht ist der Ausspruch Wellingtons, ich wollte es wäre Nacht oder die Preußen kämen, soll hier seinen Ursprung haben. Die verlorene Schlacht Napoleons und der Franzosen, führte zur Abdankung Napoleons, dem Ende des französischen Kaiserreiches und der Verbannung Napoleons auf die Insel St. Helena im Atlantik, wo er auch 1821 verstarb.
Die Geschichte der Schlacht von Waterloo wurde den Senioren anschaulich von den Fremdenführern erläutert und im Museum und in einem Panoramagemälde gab es die passenden Bilder dazu. Wer es schaffte konnte vom Löwenhügel aus, nachdem er 226 Stufen bewältigt hatte, seine Blicke über das ehemalige Schlachtfeld wandern lassen.
Gut gelaunt und voller neuer Eindrücke ging es auf die letzte Etappe der Reise, nach Brüssel, und hier wurde dann in Innenstadtnähe das Hotel bezogen. Nach der Zimmerverteilung traf man sich zum gemeinsamen Abendessen und zum Erfahrungsaustausch des ersten Tages einer interessanten Reise.
Ausgeruht und durch ein ordentliches Frühstück gestärkt traf man sich am nächsten Tag zur kombinierten Busrundfahrt und zum Rundgang zu Fuß durch Brüssel.
Schon im Bus wurde uns von der Reiseführerin die Geschichte Belgiens nahegebracht. Seit dem 1. Jahrhundert unter fremder Herrschaft, erkämpften sich die Belgier von den Niederländern, 1830 die Unabhängigkeit. Leopold I. von Sachsen-Coburg wurde belgischer König.  3 Provinzen, Flandern, Wallonien und Brüssel bilden den Staat, somit gibt es auch drei Sprachen die da gesprochen werden. Flämisch, Französisch und Niederländisch. Brüssel hat ca. 1,2 Millionen Einwohner.
Mittlerweilen hat unser Bus das Atomium erreicht. Anlässlich der ersten Weltausstellung nach dem Weltkrieg, wurde diese Milliardenfach vergrößerte Darstellung eines Atommoleküls 1958 errichtet. 102 Meter hoch insgesamt, sollen die 9 Kugeln die 9 Provinzen Belgiens symbolisieren. 6 der Kugeln sind begehbar. Ursprünglich aus Aluminium und Stahl besteht das Atomium jetzt aus Stahl und Edelstahl. Der Durchmesser einer Kugel beträgt 18 Meter.
Von hier ging es dann vorbei an Gärten, Parks und Schlössern der königlichen Familie durch das Europaviertel zu einem Fliegermuseum. Von dem davorliegenden Siegestor hatte man einen tollen Blick über die Stadt.
Im Anschluss daran ging es zu Fuß durch die Hubertus-Passage Richtung Grand Place, der von vielen alten Gebäuden eingerahmt wird. Nachdem man obligatorisch auch bei Menneken Pis vorbeigeschaut hatte, stand er Rest der Zeit bis zur Rückfahrt zum Hotel zur freien Verfügung.
Ein langer, anstrengender Tag endete dann wieder mit einem gemeinsamen Abendessen.

Weitestgehend ausgeruht ging es dann am nächsten Tag über Gent nach Brügge. Brügge muss man erlebt haben, die Hauptstadt Flanderns wird von einem Geflecht von Kanälen durchzogen. Die historische Altstadt sieht aus, wie aus der Zeit gefallen, wenn da nicht die Menschenmassen wären. 6,2 Millionen Besucher im Jahr, bei einer Einwohnerzahl von etwa 100.000. Wir hatten tolles Wetter und das hat nicht nur uns gut getan. Brügge haben wir zu Fuß und vom Wasser aus erlebt und die Vielzahl der historischen Bauten zu beschreiben würde den Rahmen sprengen. Nach einem Zwischenstopp in Gent ging es wieder zum Hotel zurück.
Der letzte Tag ist angebrochen, jetzt heißt es Abschied nehmen. Aber nicht ohne vorher der hessischen Landesvertretung und unserem Europaabgeordneten Michael Gahler zu besuchen. Nachdem wir mit dem Bus einen Parkplatz in der Nähe gefunden hatten wurden wir vom stellvertretenden Leiter der Landesvertretung in Empfang genommen. Er erklärte uns den Sinn und Zweck einer Landesvertretung in der Europäischen Hauptstadt. Hier arbeiten ca. 25 Bedienstete, die die Interessen Hessens vertreten. Die hessische Europaministerin ist ihr Chef. Der Weg zum Gebäude des Europaparlaments war kurz. Hier nahm uns Michael Gahler in Empfang. Nach einer Stärkung in der Besucherkantine ging es zum obligatorischen Fototermin. Herr Gahler erklärte uns dann die Sitzordnung im Parlament. In einem kleinen Sitzungssaal berichtete Herr Gahler dann von seiner Arbeit, wofür er bevorzugt zuständig ist und was das Parlament im Wesentlichen macht. Hier merkte man, war ein Vollblutpolitiker und überzeugter Europäer am Werk und in seinem Element. Die eingeplante Stunde wurde locker überzogen und alle folgten wie gebannt seinen Ausführungen. Nach der Beantwortung einiger Fragen wurden wir dann verabschiedet mit dem Wunsch einer guten Heimreise und der Bitte, Werbung zu machen für EUROPA.
Gegen 22:00 Uhr erreichten wir unseren Ausgangspunkt die Firma Winzenhöler, geschafft und geplättet, aber voller neuer Eindrücke und Erlebnisse. Unser Dank gilt der Reiseleitung und dem Busfahrer im Besonderen. Wer schon einmal in Brüssel mit dem Bus herumgefahren ist, der weiß was wir meinen.
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