Munatur – eine Führung der besonderen Art
Als sich die Gemeinde Münster entschloss aus dem ehemaligen Munitionslager in ihrer Gemarkungein Natur- und Erinnerungsgelände zu machen, gab sie den Startschuss zu einer ganz besonderen Anlage, die sich jetzt völlig zurecht „Munatur“ nennt. Mit der Deutschen Bahn hat sich die Gemeinde einen starken Partner an ihrer Seite, so dass das Ganze den klammen Haushalt wenig belastet.
Vor einer Wisentfigur. Dritter von links Kevin Dunn und ganz rechts die Vorsitzende der Senioren-Union der CDU Groß-Zimmern Marion ThürmerWie sich die Geschichte der Muna und die Natur verbinden, das konnten die Mitglieder der Senioren-Union der CDU Groß-Zimmern jetzt erleben. Mit Kevin Dunn, einem ehemaligen US-Offizier, der sich ehrenamtlich für das Erleben der Muna-Geschichte einsetzt, hatte die Gruppe einen idealen Führer durch die Munanatur.
Von der Gründung als Hauptmuntionsanstalt durch den NS-Staat bis zum Entstehen der Munanatur reichte der Bogen, den Kevin Dunn spannte. Die vielen Tafeln an den Wänden eines früheren Bunkers wurden durch den mitreisenden Vortrag des ehemaligen Oberstleutnants lebendig. Besonders als er an die Zeit des kalten Krieges kam, war ihm anzumerken wie sehr ihn das auch heute noch berührte. „Ja, in Münster lagerten taktische Atomwaffen“, und Dunn war für die Sicherheit dieser Waffen verantwortlich. Lockerer wurde der Vortrag, wenn er vom Leben der Soldaten der Muna sprach. Lokale, wie die legendäre „Lotti“, waren jetzt in Dunns Fokus. Aber egal ob große Entscheidungen oder lockere Anekdoten die Teilnehmer hörten zu.
Nach dem eindrucksvollen Vortrag dankte die Senioren-Union ihrem tollen Führer für seinen Vortrag und überreichte ihm ein Geldkuvert für die Erhaltung der Munatur.
Kevin Dunn führte die Gruppe noch auf den Aussichtshügel. Obwohl sich in der Wärme des Mittags weder ein Wisent noch ein Przewalski-Pferd sehen ließ, waren alle von der Aussicht und dort stehenden lebensgroßen Figuren begeistert. Und für ein schönes Gruppenbild reichte es dort oben allemal.